So schützen Sie sich, wenn Sie selbst eine Asbestprobe nehmen

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Wenn Sie selbst eine Asbestprobe nehmen, schützen Sie sich mit einer FFP3-Atemschutzmaske, Einweghandschuhen und bei Bedarf einem Einwegoverall, befeuchten die Entnahmestelle, bevor Sie die Probe lösen, und verwenden nur Handwerkzeug. Eine kleine Probe, ruhiges Arbeiten und Reinigen mit einem feuchten Tuch halten den Staub auf einem Minimum. Ist das Material stark beschädigt oder staubt es, überlassen Sie die Probenahme einer Fachperson.

Eine einzelne kleine Probe zu nehmen ist bei richtiger Ausführung ein Vorgang mit geringem Risiko. Sich zu schützen ist trotzdem einfach und günstig, lassen Sie es also nicht weg. Im Folgenden gehen wir die Ausrüstung und die Arbeitsschritte vor, während und nach der Probenahme durch.

Ob Schutz nötig ist, hängt nicht davon ab, ob das Material Asbest enthält – denn das wissen Sie ja noch nicht. Gehen Sie daher immer so vor, als ob das Material Asbest enthielte.

Welche Schutzausrüstung braucht man für eine Asbestprobe?

  • FFP3-Atemschutzmaske. Ein gewöhnlicher Mund-Nasen-Schutz oder eine einfache Staubmaske reicht nicht. FFP3 ist die höchste Schutzklasse für partikelfiltrierende Einwegmasken.
  • Einweghandschuhe, zum Beispiel Nitrilhandschuhe.
  • Einwegoverall oder Kleidung, die Sie gleich nach der Probenahme waschen können. Ein Overall ist besonders sinnvoll, wenn die Probe an der Decke oder über Kopfhöhe genommen wird.
  • Schutzbrille, damit Krümel und Staub nicht in die Augen gelangen.

Legen Sie alles bereit, bevor Sie anfangen: Schutzausrüstung, Werkzeug, Sprühflasche, Zippbeutel, wasserfesten Stift, feuchte Tücher und einen Abfallbeutel. Dann müssen Sie den Raum nicht mitten in der Arbeit verlassen. Während der Probenahme nicht essen, trinken oder rauchen.

Wie setzen Sie die FFP3-Maske richtig auf?

Die Maske schützt nur dann vor Asbeststaub, wenn sie dicht sitzt. Staub dringt leicht durch Spalten an den Rändern ein, und dann spielt die Filterklasse kaum noch eine Rolle.

  • Formen Sie den Nasenbügel mit beiden Händen an den Nasenrücken an.
  • Ziehen Sie die Bänder so fest, dass die Maske sicher sitzt.
  • Machen Sie eine Dichtheitsprüfung: Atmen Sie kräftig ein und aus und spüren Sie, ob an den Rändern Luft entweicht. Wenn ja, passen Sie die Maske neu an.
  • Bart und Bartstoppeln verschlechtern die Dichtheit. Am besten sitzt die Maske auf glatt rasierter Haut.
  • Tragen Sie die Maske während der gesamten Arbeit und Reinigung und nehmen Sie sie ganz zum Schluss ab.

Eine FFP3-Maske mit Ventil erleichtert das Atmen, schützt aber ebenfalls nur bei richtigem Sitz. Eine Einwegmaske wird nur einmal verwendet. Heben Sie sie nicht für das nächste Mal auf, da sich Staub auf der Oberfläche festgesetzt haben kann.

Asbestprobe Schritt für Schritt

  1. Raum vorbereiten. Schalten Sie die Lüftung ab und schließen Sie die Türen, damit sich allfälliger Staub nicht in andere Räume verteilt. Halten Sie Kinder und Haustiere fern. Legen Sie bei Bedarf eine Folie unter die Entnahmestelle. Bringen Sie Textilien wie Teppiche hinaus oder decken Sie sie mit Folie ab.
  2. Entnahmestelle befeuchten. Besprühen Sie das Material leicht mit Wasser, zum Beispiel mit einer Sprühflasche. Feuchtes Material staubt deutlich weniger.
  3. Handwerkzeug verwenden. Lösen Sie die Probe mit einem Messer, einem Meißel oder einem anderen scharfen Handwerkzeug. Verwenden Sie keine Bohrmaschine, keinen Schleifer und kein anderes Elektrowerkzeug, denn diese verteilen Fasern sehr effektiv in der Luft.
  4. Kleine Probe nehmen. Ein Stück von wenigen Zentimetern, etwa so groß wie eine Zündholzschachtel, reicht für die Analyse. Hat das Bauteil mehrere Schichten, nehmen Sie die Probe so, dass alle Schichten dabei sind. Wenn Sie mehrere Proben nehmen, wischen Sie das Werkzeug zwischen den Proben mit einem feuchten Tuch ab, damit sich die Materialien nicht vermischen.
  5. Sofort verpacken. Geben Sie die Probe gleich in einen Zippbeutel, verschließen Sie ihn und beschriften Sie ihn. Beachten Sie die ausführliche Verpackungsanleitung.

Was tun Sie nach der Probenahme?

Entnahmestelle abdichten. Nach dem Lösen der Probe bleibt eine kleine Vertiefung oder eine beschädigte Kante zurück. Decken Sie sie zum Beispiel mit Klebeband, Farbe oder Fugenmasse ab, damit sich dort später kein Staub löst.

Mit feuchtem Tuch reinigen. Wischen Sie die Entnahmestelle, das Werkzeug und den Boden bzw. die Folie darunter mit einem feuchten Tuch ab. Nicht bürsten, kehren oder mit einem gewöhnlichen Staubsauger saugen – das wirbelt Staub auf, und ein normaler Staubsauger kann feine Fasern mit der Abluft verteilen.

Gebrauchtes entsorgen. Geben Sie Tücher, Handschuhe, Abdeckfolie, Overall und ganz zum Schluss die Maske in einen dichten Plastiksack und verschließen Sie ihn sorgfältig. Zeigt die Analyse, dass das Material Asbest enthält, ist der Abfall gefährlicher Abfall – folgen Sie dann den Vorgaben Ihrer Gemeinde bzw. Ihres Altstoffsammelzentrums. Mehr dazu im Artikel Entsorgung von Asbestabfall.

Ausrüstung in der richtigen Reihenfolge ablegen. Ziehen Sie den Overall aus, indem Sie ihn nach innen stülpen, sodass der Staub an der Oberfläche innen landet. Waschen Sie zum Schluss Hände und Gesicht und wechseln Sie die Kleidung, wenn Sie keinen Overall getragen haben.

Wann sollten Sie die Asbestprobe nicht selbst nehmen?

Die eigene Probenahme eignet sich für eine kleine Probe aus unbeschädigtem oder nur leicht beschädigtem Material. Überlassen Sie die Probenahme einer Fachperson, wenn:

  • das Material stark beschädigt ist, bröselt oder bereits staubt,
  • es sich um eine weiche, leicht bröselnde Isolierung handelt, etwa alte Rohrisolierung (solches Material darf auch nicht per Post verschickt werden),
  • die Entnahmestelle schwer zugänglich ist, zum Beispiel in einem engen Raum, in dem sich der Staub schwer kontrollieren lässt,
  • viele Materialien zu untersuchen sind oder eine große Renovierung oder ein Abbruch ansteht.

Eine Fachperson ist auch die sicherere Wahl, wenn Sie keine geeignete Schutzausrüstung haben oder unsicher sind, aus welchem Material die Probe genommen werden soll.

In solchen Fällen lohnt es sich, eine Asbesterkundung bei einer Firma zu beauftragen, die solche Erkundungen durchführt.

Analyse der Probe bei Semlab

Wenn die Probe genommen und verpackt ist, schicken Sie sie als kleines Paket (Päckchen/Paket) mit der Österreichischen Post an das Labor, wie in der Anleitung zum Einsenden beschrieben. Semlab untersucht die Proben mit dem JEOL SEM-EDS Elektronenmikroskop. Die Analyse kostet 39,90 € + USt. pro Probe, also 50,07 € inkl. USt. (finnische USt. 25,5 %), und Sie bezahlen bei der Bestellung per Karte. Sie erhalten das Ergebnis auf Deutsch per E-Mail, üblicherweise am selben Tag, an dem die Probe im Labor eintrifft. Das Porto ist nicht enthalten. Alle Schritte der Probenahme finden Sie auch in der Anleitung zur Probenahme.

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