Asbest im Fliesenkleber

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Asbest im Fliesenkleber
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Fliesenkleber ist eine der häufigsten Asbestquellen in älteren Häusern. Vor allem der Kleber hinter Wand- und Bodenfliesen in Bad und Küche enthält oft Asbest, wenn die Fliesen vor dem Asbestverbot 1993 verlegt wurden. In diesem Artikel erklären wir, warum Fliesenkleber ein Risikomaterial ist und wie Sie herausfinden, ob er Asbest enthält.

Warum steckt Asbest im Fliesenkleber?

Asbest wurde Klebern ab der Mitte des 20. Jahrhunderts zugesetzt, um ihre technischen Eigenschaften zu verbessern. Die Asbestfasern machten den Kleber fester, elastischer und hitzebeständiger. Diese Eigenschaften waren besonders in Nassräumen wie Bad und Küche gefragt, wo der Kleber Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit aushalten musste.

Asbest wurde in Klebern bis zum Verbot verwendet. Am stärksten war der Einsatz in den 1960er- und 1970er-Jahren, als ein großer Teil der heutigen Mehrfamilienhäuser und Einfamilienhäuser gebaut wurde.

Fliese oder Fliesenkleber?

Es ist wichtig zu verstehen, dass die Wand- und Bodenfliesen selbst meist keinen Asbest enthalten. Das Risiko liegt im Kleber zwischen der Fliese und der Wand oder dem Boden. Es reicht also nicht, eine Fliese zu lösen und zu untersuchen – die Probe muss aus dem Kleber genommen werden.

Oft löst man bei der Renovierung eine Fliese und lässt sie untersuchen, während der Kleber dahinter nicht geprüft wird. Das ist ein häufiger und ärgerlicher Fehler, denn gerade der Kleber enthält am wahrscheinlichsten Asbest.

So nehmen Sie eine Probe aus dem Fliesenkleber

Um eine Probe aus dem Fliesenkleber zu nehmen, müssen Sie eine Fliese lösen. Hebeln Sie die Fliese vorsichtig mit einem Meißel oder Messer ab. Wenn die Fliese gelöst ist, kratzen oder meißeln Sie ein Stück des Klebers ab. Die Probe sollte etwa 2–5 Zentimeter groß sein.

Tragen Sie bei der Probenahme eine Atemschutzmaske der Klasse FFP3 und Schutzhandschuhe. Arbeiten Sie nicht mit zu viel Kraft, denn das erzeugt unnötig Staub. Geben Sie die Probe in einen wiederverschließbaren Plastikbeutel und beschriften Sie deutlich, aus welchem Material und von welcher Stelle die Probe stammt.

Fliesenkleber in Bad und Küche

Bad und Küche sind die häufigsten Orte mit asbesthaltigem Fliesenkleber. In beiden Räumen gibt es viele Fliesen an Wänden und Böden, und der Kleber unter jeder Fläche kann aus einer anderen Zeit stammen und anders zusammengesetzt sein.

Im Bad ist der Fliesenkleber besonders heikel, weil der Abriss in einem engen Raum viel Staub erzeugt. In der Küche werden bei einer Renovierung oft der Fliesenspiegel über der Arbeitsplatte und der Fliesenboden entfernt. In beiden Fällen muss der Kleber vor dem Abriss untersucht werden.

Was passiert, wenn der Fliesenkleber Asbest enthält?

Zeigt die Analyse Asbest im Fliesenkleber, müssen das Entfernen der Fliesen und des Klebers als Asbestsanierung durchgeführt werden. Das bedeutet, dass ein Fachbetrieb für Asbestsanierung die Arbeiten mit den richtigen Schutzmaßnahmen ausführt – Abschottung, Unterdruck und persönliche Schutzausrüstung.

Asbestsanierung ist für Fachleute Routinearbeit und lässt sich in den Zeitplan der Renovierung einplanen. Die Kosten sind angemessen im Verhältnis zur Sicherheit, die eine fachgerechte Sanierung bietet. Asbesthaltigen Kleber stattdessen ohne Schutzmaßnahmen abzuschleifen oder abzustemmen ist gefährlich und verstößt gegen die Arbeitsschutzregeln für Asbest.

Zusammenfassung

Fliesenkleber ist eine häufige Asbestquelle in älteren Häusern. Bevor Sie Wand- oder Bodenfliesen entfernen, sollte der Kleber mit einer Laboranalyse untersucht werden. Die Probe wird aus dem Kleber genommen, der nach dem Lösen einer Fliese sichtbar wird, dicht verpackt und an das Labor geschickt. Anhand des Ergebnisses wissen Sie, wie der Abriss sicher durchgeführt werden muss.

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