Die richtige Verpackung der Asbestprobe ist ein wichtiger Teil der Analyse. Eine sorgfältig verpackte Probe bleibt während des Transports intakt, verunreinigt keine anderen Proben und lässt sich im Labor leicht bearbeiten. Hier finden Sie eine klare Anleitung, wie Sie die Probe verpacken, bevor Sie sie aus Deutschland an das Labor von Semlab in Finnland schicken.
Welche Materialien dürfen verschickt werden?
Schicken Sie nur fest gebundenes Material, zum Beispiel Fliesen, Fliesenkleber, Bodenbelagskleber, Spachtel, Fugenmasse, Eternit (Asbestzement) oder Bodenbelag. Staubende Materialien wie Rohrisolierungen oder Spritzisolierungen dürfen nicht mit der Post verschickt werden.
Das brauchen Sie
Zum Verpacken brauchen Sie einen Druckverschlussbeutel (wiederverschließbarer Plastikbeutel), einen wasserfesten Stift und einen gepolsterten Umschlag oder eine kleine Schachtel für den Versand. Der Druckverschlussbeutel ist die beste Wahl, weil er dicht schließt und verhindert, dass die Probe beim Transport austrocknet oder verunreinigt wird.
Wenn Sie keinen Druckverschlussbeutel haben, können Sie einen anderen Plastikbeutel verwenden, der sich dicht verschließen lässt. Wichtig ist vor allem, dass die Probe geschützt ist und nicht mit anderen Materialien in Berührung kommt.
Probe in den Beutel legen
Legen Sie die Probe vorsichtig in den Druckverschlussbeutel, damit sie nicht zerbröselt. Ist die Probe brüchig, können Sie sie zuerst in Papier einwickeln. Verschließen Sie den Beutel dicht und drücken Sie überschüssige Luft heraus. Prüfen Sie, ob der Beutel unbeschädigt ist und keine Löcher hat. Stecken Sie den Beutel dann in einen zweiten Beutel.
Die ideale Probengröße liegt bei etwa 2–5 Zentimetern, also ein Stück etwa so groß wie eine Streichholzschachtel. Eine zu kleine Probe kann die Analyse erschweren, während eine unnötig große Probe keinen zusätzlichen Nutzen bringt, aber mehr Platz in der Sendung beansprucht.
Probe beschriften
Beschriften Sie jede Probe deutlich, indem Sie Folgendes auf den Druckverschlussbeutel oder einen separaten Zettel schreiben: Nummer oder Bezeichnung der Probe, Entnahmestelle (z. B. „Bad, Wand“), Material (z. B. „Fliesenkleber“) und Datum. Eine klare Beschriftung ist sehr wichtig, besonders wenn Sie mehrere Proben in einer Sendung schicken.
Sie können eine einfache Nummerierung wie „Probe 1“, „Probe 2“ und so weiter verwenden. Legen Sie eine separate Liste bei, auf der Sie für jede Nummer angeben, von welchem Material und von welcher Stelle die Probe stammt.
Mehrere Proben verpacken
Wenn Sie mehrere Proben schicken, verpacken Sie jede Probe in einem eigenen Druckverschlussbeutel. Legen Sie nicht mehrere Proben in denselben Beutel, denn dann lässt sich ein einzelnes Material nicht mehr zuverlässig analysieren. Beschriften Sie jeden Beutel einzeln und legen Sie alle Beutel in dieselbe Sendung.
Mehrere Proben im selben Päckchen zu schicken ist völlig unbedenklich und spart Porto. Achten Sie nur darauf, dass jede Probe deutlich beschriftet ist und in einem eigenen Beutel liegt.
Was gehört mit in die Sendung?
Legen Sie Ihre Kontaktdaten bei: Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Notieren Sie außerdem kurz, um welche Materialien es sich handelt und wo die Proben entnommen wurden. Diese Angaben helfen dem Labor, die Proben schnell zu bearbeiten und das Ergebnis an die richtige Person zu senden.
Bestellen und bezahlen Sie die Analyse online per Karte, bevor Sie die Probe abschicken, dann läuft die Bearbeitung reibungslos, sobald die Probe ankommt. Die Deutsche Post nimmt Waren in internationalen Briefen nicht an – schicken Sie die Sendung deshalb als Päckchen oder Paket mit der Deutschen Post oder DHL an Semlab / Innosus Oy, Ukkohauentie 11–13 A, 02170 Espoo, FINNLAND. Das Porto zahlen Sie selbst.
Die häufigsten Fehler
Der häufigste Fehler ist eine schlecht geschützte Probe, die beim Transport zerbröselt, sodass nur Staub im Labor ankommt. Ein weiterer typischer Fehler ist, mehrere Proben in denselben Beutel zu legen, was eine zuverlässige Analyse unmöglich macht. Ein dritter Fehler ist eine fehlende Beschriftung – wenn das Labor nicht weiß, welche Probe woher stammt, lässt sich das Ergebnis kaum dem richtigen Material zuordnen.
Ein viertes häufiges Problem sind vergessene Kontaktdaten. Kann das Labor den Absender nicht zuordnen, verzögert sich das Ergebnis. Legen Sie deshalb immer mindestens Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse bei.
Checkliste für die Verpackung
Prüfen Sie vor dem Versand: Ist das Material fest gebunden und staubt nicht? Ist die Probe groß genug? Liegt sie in einem eigenen dichten Beutel? Ist der Beutel deutlich beschriftet? Sind Ihre Kontaktdaten beigelegt? Übersteht die Verpackung den Transport? Wird die Sendung als Päckchen oder Paket verschickt? Wenn all das stimmt, ist die Probe bereit für den Versand ans Labor.
