Der Kauf einer älteren Immobilie bedeutet nicht automatisch ein Asbestproblem. Wenn Sie aber renovieren möchten, lohnt es sich, Materialien und frühere Umbauten zu klären, bevor Sie Fliesen, Böden oder Platten herausreißen.
Nach vorhandenen Gutachten fragen
Fragen Sie den Verkäufer, den Makler oder die Hausverwaltung, ob in der Immobilie bereits Asbest- oder Schadstofferkundungen durchgeführt wurden. Prüfen Sie, für welche Räume und Materialien die Berichte gelten. Ein Ergebnis aus einer anderen Wohnung oder aus dem Treppenhaus muss nicht mit dem Aufbau gerade der Wohnung übereinstimmen, die Sie kaufen.
Die Renovierungsgeschichte klären
Das ursprüngliche Baujahr sagt nicht alles. Die Küche kann in den 1980er-Jahren und das Bad später mit anderen Materialien erneuert worden sein. Bitten Sie nach Möglichkeit um Angaben dazu, wann die Flächen eingebaut wurden, die Sie untersuchen möchten.
Den eigenen Renovierungsplan abgrenzen
Asbest wird in der Praxis dann relevant, wenn altes Material aufgebrochen wird. Listen Sie deshalb die Flächen auf, die Sie entfernen wollen: Bodenbelag, Bodenbelagskleber, Wandspachtel, Fliesen, Platten oder Rohrisolierung. Anhand der Liste lässt sich der Bedarf an Proben einschätzen.
Die Analyse in Budget und Zeitplan einrechnen
Eine Laboranalyse ist ein kleiner und planbarer Schritt im Vergleich dazu, dass der Abriss wegen eines Verdachts unterbrochen wird. Mit dem Ergebnis wissen Sie, ob genau das untersuchte Material normal entfernt werden kann oder als asbesthaltiges Material behandelt werden muss.
Eine gute Checkliste versucht nicht, das ganze Gebäude mit einer einzigen Probe zu klären. Ihre Aufgabe ist es, Renovierungsplan, richtiges Material und richtige Stelle zusammenzubringen, bevor Sie den ersten Abrissschritt machen.
