Bei einer Renovierung im Mehrparteienhaus ist das größte praktische Risiko nicht nur eine fehlende Probe, sondern unklare Angaben: aus welcher Wohnung, welchem Raum und welchem Material das Ergebnis stammt. Wenn es mehrere Objekte gibt, erspart eine einheitliche Benennung der Proben sowohl Fehler als auch unnötige zusätzliche Termine.
Vor der Probenahme die Benennung der Proben vereinbaren
Verwenden Sie auf jedem Beutel und in jeder Bestellung dieselbe Struktur, zum Beispiel „Top 12 / Bad / Wandfliese mit darunterliegenden Schichten“. Gibt es mehrere Gebäude oder Stiegen, ergänzen Sie auch Gebäude und Stiege.
Ergebnis und Geltungsbereich auseinanderhalten
Das Ergebnis im Bericht gilt für die eingeschickte Probe. Für die Entscheidungen im Projekt muss man daher wissen, ob die Probe eine Wohnung, eine bestimmte Materialcharge oder einen größeren gleichartigen Aufbau vertritt. Das sollte nicht davon abhängen, dass sich jemand im Nachhinein daran erinnert.
Die Entscheidungen an einem Ort sammeln
Bewahren Sie Name, Foto, Entnahmestelle und Bericht jeder Probe gemeinsam in der Projektdokumentation auf. Notieren Sie auch, für welchen Arbeitsschritt das Ergebnis gilt und wer entschieden hat, wie die Arbeit weitergeht. Dann sehen ausführende Firma, Hausverwaltung und Auftraggeber dieselben Angaben.
Wann braucht es eine neue Probe?
Eine neue Probe ist sinnvoll, wenn das Material in einer anderen Wohnung anders aussieht, die Renovierungsgeschichte eine andere ist oder die Stelle der ursprünglichen Probe nicht der neuen Abbruchstelle entspricht. Dass die Wohnungen dieselbe Adresse haben, macht die Materialien nicht gleich.
Eine klare Benennung macht aus dem Laborergebnis brauchbare Projektinformation. Gleichzeitig sinkt das Risiko, dass ein richtiges Ergebnis der falschen Wohnung oder der falschen Materialschicht zugeordnet wird.
